Immobilienlexikon
Jahresreinertrag bei der Immobilienbewertung: Bedeutung und Berechnung
Was ist Jahresreinertrag?
Warum ist Jahresreinertrag beim Immobilienverkauf wichtig?
Wann sollten Sie sich darum kümmern?
Woher bekommen Sie Jahresreinertrag?
Welche Informationen enthält Jahresreinertrag?
- Rohertrag: jährlich erzielbare Nettokaltmiete
- abzüglich Verwaltungskosten (nicht umlagefähig)
- abzüglich Instandhaltungskosten (nicht umlagefähig)
- abzüglich Mietausfallwagnis
- ergibt: Jahresreinertrag
Beispielansicht
Rohertrag
- Jahresnettokaltmiete
- 48.000 €
abzüglich nicht umlagefähiger Kosten
- Verwaltungskosten
- 3.000 €
- Instandhaltungskosten
- 5.000 €
- Mietausfallwagnis
- 1.600 €
Ergebnis
- Jahresreinertrag
- 38.400 €
Vereinfachtes Rechenbeispiel – keine amtlichen Werte, alle Angaben frei erfunden.
Was kostet Jahresreinertrag?
Wie lange dauert die Beschaffung?
Typische Fehler von Eigentümern
- Mit der Bruttomiete statt der Nettokaltmiete rechnen
- Umlagefähige Kosten fälschlich vom Ertrag abziehen
- Nicht umlagefähige Eigentümerkosten ganz weglassen
- Das Mietausfallwagnis ignorieren
- Leerstand oder zu niedrige Bestandsmieten beschönigen
- Den Jahresreinertrag mit dem Gewinn nach Steuern und Finanzierung verwechseln
Dos & Don’ts
✓Dos
- ✓Vom Rohertrag konsequent die nicht umlagefähigen Kosten abziehen
- ✓Mieteinnahmen mit Mietverträgen belegen
- ✓Realistische Ansätze für Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfall wählen
- ✓Die Herleitung für Investoren nachvollziehbar darstellen
- ✓Bei größeren Objekten ein Ertragswertgutachten in Betracht ziehen
✕Don’ts
- ✕Kosten kleinrechnen, um den Ertrag größer wirken zu lassen
- ✕Umlagefähige und nicht umlagefähige Kosten vermischen
- ✕Leerstand verschweigen
- ✕Eine angebliche Rendite ohne saubere Herleitung behaupten
Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar
Unterschied nach Objektart
Praxisbeispiel
Ein Eigentümer verkauft ein vermietetes Mehrfamilienhaus. Statt nur die Jahresnettokaltmiete von 48.000 Euro zu nennen, zieht er die nicht umlagefähigen Kosten – Verwaltung, Instandhaltung und ein Mietausfallwagnis – von zusammen rund 9.600 Euro ab und weist einen Jahresreinertrag von 38.400 Euro aus. Ein Investor kann damit sofort den Ertragswert und seine Nettorendite berechnen. Weil die Zahlen sauber hergeleitet und belegt sind, akzeptiert er den geforderten Preis ohne Sicherheitsabschlag. Die Transparenz beim Reinertrag hat den Verkauf zum Wunschpreis ermöglicht.
Checkliste für Eigentümer
- Wie hoch ist die jährliche Nettokaltmiete (Rohertrag)?
- Welche Kosten sind nicht umlagefähig und gehören abgezogen?
- Ist ein angemessenes Mietausfallwagnis berücksichtigt?
- Sind die Mieteinnahmen durch Verträge belegt?
- Gibt es Leerstand oder Mieten unter Marktniveau?
- Ist die Herleitung für Investoren nachvollziehbar dokumentiert?
Häufige Fragen zu Jahresreinertrag
Was ist der Jahresreinertrag?
Der jährliche Überschuss aus den Mieteinnahmen nach Abzug der nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten – also der echte Ertrag, den die Immobilie für den Eigentümer abwirft.
Wie berechnet man den Jahresreinertrag?
Vom Rohertrag (Jahresnettokaltmiete) werden die nicht umlagefähigen Kosten abgezogen: Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallwagnis.
Worin unterscheidet er sich von der Bruttomiete?
Die Bruttomiete blendet die Eigentümerkosten aus. Der Jahresreinertrag berücksichtigt sie und zeigt damit den tatsächlichen Ertrag.
Wofür wird der Jahresreinertrag verwendet?
Als Eingangsgröße im Ertragswertverfahren und zur Berechnung der Nettomietrendite – beides zentral bei der Bewertung von Anlageimmobilien.
Welche Kosten darf ich abziehen?
Nur nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten wie Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallwagnis – keine umlagefähigen Betriebskosten.
Ist der Jahresreinertrag mein Gewinn?
Nein. Finanzierung, Steuern und außerordentliche Aufwendungen sind darin nicht enthalten. Er bildet den nachhaltigen Ertrag vor diesen Posten ab.
Kann Sloothy mir helfen, die Ertragszahlen aufzubereiten?
Ja. Sloothy zeigt Ihnen, welche Angaben Investoren erwarten, und führt Sie strukturiert durch die Vorbereitung Ihrer Verkaufsunterlagen.
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Fazit
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