Immobilienlexikon
Bodenrichtwert beim Immobilienverkauf: Bedeutung und richtige Nutzung
Was ist Bodenrichtwert?
Warum ist Bodenrichtwert beim Immobilienverkauf wichtig?
Wann sollten Sie sich darum kümmern?
Woher bekommen Sie Bodenrichtwert?
Welche Informationen enthält Bodenrichtwert?
- Bodenrichtwert in Euro pro Quadratmeter
- Abgrenzung der Bodenrichtwertzone
- Stichtag des Werts
- typische Merkmale wie Art und Maß der baulichen Nutzung
Beispielansicht
Grundstück
- Lage
- Musterstadt, Zone W-Süd
- Fläche
- 500 m²
- Bodenrichtwert
- 320 €/m² (Stichtag 01.01.)
Überschlag
- Rechnung
- 500 m² × 320 €/m²
- grober Bodenwert
- ≈ 160.000 €
- Hinweis
- Lage, Zuschnitt und Gebäude noch nicht berücksichtigt
Vereinfachtes Rechenbeispiel – Werte frei erfunden, ersetzt keine individuelle Bewertung.
Welche Angaben oder Unterlagen brauchen Sie dafür?
- Adresse oder Lage des Grundstücks
- Flurstück und Gemarkung (für genaue Zuordnung)
Was kostet Bodenrichtwert?
Wie lange dauert die Beschaffung?
Typische Fehler von Eigentümern
- Den Bodenrichtwert mit dem Verkaufspreis gleichsetzen
- Den Wert des bebauten Grundstücks allein daraus ableiten
- Besondere Lage- oder Grundstücksmerkmale ignorieren
- Den Stichtag des Werts übersehen
- Auf eine individuelle Bewertung ganz verzichten
Dos & Don’ts
✓Dos
- ✓Den Bodenrichtwert als ersten Anhaltspunkt nutzen
- ✓Den passenden Stichtag und die Zone beachten
- ✓Ihn mit Vergleichspreisen und einer Bewertung kombinieren
- ✓Besonderheiten des Grundstücks zusätzlich berücksichtigen
✕Don’ts
- ✕Den Preis allein am Bodenrichtwert festmachen
- ✕Gebäudewert und Bodenwert vermischen
- ✕Veraltete Werte ungeprüft übernehmen
Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar
Unterschied nach Objektart
Praxisbeispiel
Eine Eigentümerin will ein Baugrundstück verkaufen und ruft zunächst den Bodenrichtwert über das Landesportal ab: 320 Euro je Quadratmeter. Bei 500 Quadratmetern ergibt das einen groben Bodenwert von rund 160.000 Euro. Weil ihr Grundstück eine besonders ruhige Ecklage hat, lässt sie den Wert zusätzlich individuell prüfen und setzt den Angebotspreis fundiert an.
Checkliste für Eigentümer
- Haben Sie den aktuellen Bodenrichtwert Ihrer Zone abgefragt?
- Stimmen Stichtag und Zone für Ihr Grundstück?
- Haben Sie Boden- und Gebäudewert getrennt betrachtet?
- Sind Besonderheiten der Lage berücksichtigt?
- Ergänzen Sie den Wert durch eine individuelle Bewertung?
Häufige Fragen zu Bodenrichtwert
Was ist der Bodenrichtwert?
Ein vom Gutachterausschuss ermittelter Durchschnittswert für einen Quadratmeter unbebauten Bodens in einer bestimmten Lage.
Ist der Bodenrichtwert der Verkaufspreis?
Nein. Er ist nur ein Anhaltspunkt; der erzielbare Preis hängt von vielen weiteren Faktoren ab.
Wo finde ich den Bodenrichtwert?
Über offizielle Portale der Gutachterausschüsse, in vielen Ländern kostenlos über BORIS.
Was kostet die Auskunft?
Die Online-Einsicht ist häufig gratis; amtliche schriftliche Auszüge können eine geringe Gebühr kosten.
Gilt der Bodenrichtwert auch für Wohnungen?
Nur eingeschränkt – bei Eigentumswohnungen überwiegt der Gebäude- und Lagewert.
Beeinflusst er die Grundsteuer?
Ja, seit der Grundsteuerreform fließt der Bodenrichtwert in die Berechnung mit ein.
Kann Sloothy helfen?
Ja, Sloothy hilft Ihnen, den Bodenrichtwert richtig einzuordnen und mit weiteren Faktoren zu einem realistischen Preis zu verbinden.
Verwandte Begriffe
Fazit
Sloothy hilft bei der Vorbereitung Ihres Immobilienverkaufs
Vom Bodenrichtwert zum realistischen Verkaufspreis: Sloothy begleitet Sie als digitaler Verkaufsbegleiter dabei, alle wertbildenden Faktoren zusammenzuführen und Ihren Preis sicher zu begründen.