Immobilienlexikon
Erschließung beim Immobilienverkauf: Bedeutung und Tipps
Was ist Erschließung?
Warum ist Erschließung beim Immobilienverkauf wichtig?
Wann sollten Sie sich darum kümmern?
Woher bekommen Sie Erschließung?
Welche Informationen enthält Erschließung?
- verkehrliche Anbindung über eine öffentliche Straße
- Anschluss an die Wasserversorgung
- Anschluss an Abwasser/Kanalisation
- Anschluss an Strom (und meist Gas/Wärme)
- Anschluss an Telekommunikation/Internet
Beispielansicht
Grundstück
- Eigentümer
- Max Mustermann
- Flurstück
- 87/2, Gemarkung Musterstadt
Anschlüsse
- Straße
- vorhanden
- Wasser
- vorhanden
- Abwasser/Kanal
- offen – Beitrag ausstehend
- Strom
- vorhanden
- Telekommunikation
- vorhanden
Schematische Beispielansicht – kein amtliches Dokument, Angaben frei erfunden.
Welche Angaben oder Unterlagen brauchen Sie dafür?
- Adresse und Flurstücksnummer
- Lageplan bzw. Flurkarte
- vorhandene Anschluss- und Beitragsnachweise
Was kostet Erschließung?
Wie lange dauert die Beschaffung?
Typische Fehler von Eigentümern
- Ein unerschlossenes Grundstück als „baureif" bewerben
- Öffentliche und private Erschließung verwechseln
- Offene Erschließungskosten nicht einkalkulieren
- Keine Beitragsnachweise vorlegen
- Annehmen, jedes Grundstück sei automatisch bebaubar
Dos & Don’ts
✓Dos
- ✓Den Erschließungsstand vor dem Verkauf klären
- ✓Bereits gezahlte Beiträge per Nachweis belegen
- ✓Offene Anschlüsse und mögliche Kosten transparent machen
- ✓Bei Bauland Lageplan und Unterlagen bereithalten
✕Don’ts
- ✕Baureife versprechen, ohne den Stand zu kennen
- ✕Offene Erschließungskosten verschweigen
- ✕Teilerschlossen als vollerschlossen darstellen
Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar
Unterschied nach Objektart
Praxisbeispiel
Ein Eigentümer bietet ein Grundstück als „sofort bebaubar" an. Beim Bauamt stellt sich heraus, dass der Kanalanschluss noch fehlt und ein vierstelliger bis fünfstelliger Erschließungsbeitrag offen ist. Der Käufer verhandelt den Preis entsprechend nach. Eine frühe Klärung hätte die realistische Grundlage von Anfang an geschaffen.
Checkliste für Eigentümer
- Ist das Grundstück voll, teil- oder unerschlossen?
- Welche Anschlüsse (Wasser, Abwasser, Strom, Telekom) liegen vor?
- Gibt es Nachweise über gezahlte Beiträge?
- Stehen noch Erschließungskosten aus?
- Sind Ihre Aussagen zur Baureife belegbar?
Häufige Fragen zu Erschließung
Was bedeutet erschlossen?
Dass ein Grundstück an Straße, Wasser, Abwasser, Strom und meist Telekommunikation angeschlossen und damit bebaubar ist.
Was ist der Unterschied zwischen öffentlicher und privater Erschließung?
Die öffentliche reicht bis zur Grundstücksgrenze, die private führt von der Grenze bis ins Gebäude.
Beeinflusst die Erschließung den Preis?
Ja, sie ist bei Grundstücken einer der wichtigsten preisbildenden Faktoren.
Wer trägt die Erschließungskosten?
Häufig der Eigentümer bzw. Käufer über den Erschließungskostenbeitrag der Gemeinde.
Wo erfahre ich den Erschließungsstand?
Beim Tiefbau- oder Bauamt der Gemeinde und bei den Versorgungsträgern.
Ist ein bebautes Haus immer erschlossen?
In aller Regel ja, da ohne Erschließung keine Bebauung möglich war.
Kann Sloothy helfen?
Ja, Sloothy zeigt Ihnen, welche Nachweise und Auskünfte Sie für ein Grundstück zusammenstellen sollten.
Verwandte Begriffe
Fazit
Sloothy hilft bei der Vorbereitung Ihres Immobilienverkaufs
Beim Grundstücksverkauf entscheidet die Erschließung über Baureife und Preis. Sloothy hilft Ihnen, den Erschließungsstand und die passenden Nachweise früh zusammenzustellen und transparent in Ihren Verkauf einzubauen.