Immobilienlexikon
Grundschuld beim Immobilienverkauf: Bedeutung, Löschung und Tipps
Was ist Grundschuld?
Warum ist Grundschuld beim Immobilienverkauf wichtig?
Wann sollten Sie sich darum kümmern?
Woher bekommen Sie Grundschuld?
Welche Informationen enthält Grundschuld?
- Betrag der Grundschuld (Nominalbetrag)
- Name des Gläubigers (Bank)
- Grundbuchzinsen und Nebenleistungen
- Rang innerhalb Abteilung III
- Datum der Eintragung
Beispielansicht
Eintrag
- lfd. Nr.
- 1
- Betrag
- 250.000 €
- Gläubiger
- Musterbank AG
- Grundbuchzins
- 15 % jährlich
- eingetragen am
- 15.03.2018
Schematische Beispielansicht – kein amtliches Dokument, Angaben frei erfunden.
Welche Angaben oder Unterlagen brauchen Sie dafür?
- aktueller Grundbuchauszug
- Darlehensnummer und Restschuld
- Kontakt der finanzierenden Bank
- Löschungsbewilligung der Bank
Was kostet Grundschuld?
Wie lange dauert die Beschaffung?
Typische Fehler von Eigentümern
- Die eigene Restschuld nicht kennen
- Erst kurz vor dem Notar mit der Bank sprechen
- Eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung nicht einkalkulieren
- Annehmen, eine getilgte Grundschuld sei automatisch gelöscht
- Käufern nicht erklären können, wie die Lastenfreistellung läuft
Dos & Don’ts
✓Dos
- ✓Den Grundbuchauszug auf Grundschulden prüfen
- ✓Früh mit der Bank über die Ablösung sprechen
- ✓Die Lastenfreistellung mit dem Notar vorbereiten
- ✓Restschuld und mögliche Kosten kalkulieren
- ✓Eine nicht mehr benötigte Grundschuld bewusst behandeln (löschen oder behalten)
✕Don’ts
- ✕Den Punkt bis zum Notartermin aufschieben
- ✕Käufer mit ungeklärten Belastungen verunsichern
- ✕Eine Vorfälligkeitsentschädigung ignorieren
- ✕Ohne Rücksprache mit der Bank Zusagen machen
Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar
Unterschied nach Objektart
Praxisbeispiel
Eine Verkäuferin geht davon aus, dass ihre längst getilgte Grundschuld nicht mehr eingetragen ist. Beim Verkauf zeigt der Grundbuchauszug das Gegenteil – bis die Bank die Löschungsbewilligung ausstellt, vergehen Wochen, und der Notartermin verschiebt sich. Ein früher Blick ins Grundbuch hätte das verhindert.
Checkliste für Eigentümer
- Welche Grundschulden stehen in Abteilung III?
- Wie hoch ist Ihre Restschuld?
- Ist die Ablösung mit der Bank besprochen?
- Liegt eine Löschungsbewilligung vor bzw. ist sie beantragt?
- Ist eine Vorfälligkeitsentschädigung möglich?
Häufige Fragen zu Grundschuld
Muss die Grundschuld beim Verkauf gelöscht werden?
In der Regel ja, damit der Käufer lastenfrei erwirbt. Die Abwicklung übernimmt der Notar.
Wer löscht die Grundschuld?
Der Notar veranlasst die Löschung über das Grundbuchamt, nachdem die Bank die Löschungsbewilligung erteilt hat.
Ist eine getilgte Grundschuld automatisch weg?
Nein. Sie bleibt eingetragen, bis sie aktiv gelöscht oder weiterverwendet wird.
Was kostet die Löschung?
Notar- und Grundbuchgebühren nach Betrag der Grundschuld; ggf. zusätzlich eine Vorfälligkeitsentschädigung.
Kann ich trotz Grundschuld verkaufen?
Ja. Ein Teil des Kaufpreises löst den Restkredit ab, anschließend wird die Grundschuld gelöscht.
Braucht die Bank des Käufers das?
Ja, sie finanziert nur, wenn die lastenfreie Übertragung gesichert ist.
Kann Sloothy helfen?
Ja, Sloothy weist früh auf die Klärung von Grundschuld und Lastenfreistellung hin.
Verwandte Begriffe
Fazit
Sloothy hilft bei der Vorbereitung Ihres Immobilienverkaufs
Eine eingetragene Grundschuld ist kein Hindernis – wenn sie rechtzeitig geklärt wird. Sloothy begleitet Sie strukturiert durch die Vorbereitung Ihres Immobilienverkaufs und hilft Ihnen, Punkte wie Grundschuld und Lastenfreistellung früh anzugehen, damit Ihr Verkauf reibungslos läuft.