Immobilienlexikon
Lastenfreistellung beim Immobilienverkauf: Bedeutung und Ablauf
Was ist Lastenfreistellung?
Warum ist Lastenfreistellung beim Immobilienverkauf wichtig?
Wann sollten Sie sich darum kümmern?
Woher bekommen Sie Lastenfreistellung?
Was kostet Lastenfreistellung?
Wie lange dauert die Beschaffung?
Typische Fehler von Eigentümern
- Den Grundbuchauszug nicht auf alte Belastungen prüfen
- Die genaue Restschuld erst kurz vor dem Notartermin erfragen
- Eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung nicht einkalkulieren
- Die Löschungsbewilligung der Bank zu spät anfordern
- Annehmen, der Käufer übernehme bestehende Grundschulden ohne Weiteres
- Längst getilgte, aber noch eingetragene Rechte (Altlasten im Grundbuch) übersehen
Dos & Don’ts
✓Dos
- ✓Den Grundbuchauszug früh auf Belastungen prüfen
- ✓Die aktuelle Restschuld schriftlich bei der Bank erfragen
- ✓Mit der Bank die Vorfälligkeitsentschädigung klären
- ✓Die Löschungsbewilligung rechtzeitig veranlassen
- ✓Die Abwicklung über den Notar und das Treuhandkonto laufen lassen
✕Don’ts
- ✕Belastungen im Grundbuch ignorieren
- ✕Den Käufer über offene Grundschulden im Unklaren lassen
- ✕Die Ablösung am Notar vorbei selbst organisieren
- ✕Kosten der Löschung in der Erlösrechnung vergessen
Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar
Unterschied nach Objektart
Praxisbeispiel
Ein Verkäufer hat auf seinem Haus noch eine Grundschuld über 250.000 Euro, von der tatsächlich noch 90.000 Euro Restschuld offen sind. Beim Verkauf für 450.000 Euro weist der Notar an, dass 90.000 Euro direkt an die Bank des Verkäufers fließen, um den Kredit abzulösen. Die Bank erteilt daraufhin die Löschungsbewilligung, und die alte Grundschuld wird gelöscht. Der Käufer erhält die Immobilie lastenfrei, der Restbetrag des Kaufpreises geht an den Verkäufer. Weil alles früh mit der Bank abgestimmt war, lief die Abwicklung reibungslos.
Checkliste für Eigentümer
- Welche Belastungen stehen in Abteilung III des Grundbuchs?
- Wie hoch ist die tatsächliche Restschuld?
- Fällt bei vorzeitiger Ablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung an?
- Ist die Löschungsbewilligung der Bank angefordert?
- Sind die Löschungs- und Notarkosten in der Erlösrechnung berücksichtigt?
- Steuert der Notar die Ablösung über den Kaufpreis?
Häufige Fragen zu Lastenfreistellung
Was bedeutet Lastenfreistellung?
Dass alte, im Grundbuch eingetragene Belastungen des Verkäufers – meist Grundschulden – beim Verkauf gelöscht werden, damit der Käufer die Immobilie lastenfrei erhält.
Wer organisiert die Lastenfreistellung?
Der Notar steuert den Vorgang. Er holt die Löschungsbewilligung der Bank ein und sorgt dafür, dass der Restkredit aus dem Kaufpreis abgelöst wird.
Muss ich meinen Kredit vor dem Verkauf ablösen?
Nicht zwingend vorher. Üblicherweise wird die Restschuld direkt aus dem Kaufpreis an die Bank gezahlt, die daraufhin die Löschung bewilligt.
Was kostet die Lastenfreistellung?
Es fallen Notar- und Grundbuchgebühren für die Löschung an, die sich nach der Höhe des Rechts richten; hinzu kommen ggf. eine Vorfälligkeitsentschädigung.
Was, wenn eine getilgte Grundschuld noch eingetragen ist?
Auch sie sollte gelöscht werden. Dafür benötigen Sie eine Löschungsbewilligung der Bank, die den Kredit bereits als getilgt führt.
Kann der Käufer meine Grundschuld übernehmen?
Theoretisch möglich, aber unüblich. In der Regel will der Käufer lastenfrei erwerben und mit seiner eigenen Finanzierung arbeiten.
Kann Sloothy mir bei diesem Schritt helfen?
Ja. Sloothy zeigt Ihnen, welche Schritte zur Lastenfreistellung gehören, und führt Sie strukturiert durch die Vorbereitung – damit nichts übersehen wird.
Verwandte Begriffe
Fazit
Sloothy hilft bei der Vorbereitung Ihres Immobilienverkaufs
Sie verkaufen eine noch finanzierte Immobilie und sind unsicher, wie die Lastenfreistellung abläuft? Sloothy ist Ihr digitaler Verkaufsbegleiter und führt Sie strukturiert durch die nötigen Schritte – damit die Übergabe an den Käufer reibungslos und lastenfrei gelingt.