Immobilienlexikon

Courtage beim Immobilienverkauf: Bedeutung, Höhe und Sparpotenzial

Courtage ist ein anderes Wort für die Maklerprovision – also das Erfolgshonorar, das ein Immobilienmakler für die Vermittlung erhält. Beim Immobilienverkauf wird sie nur fällig, wenn der Kauf tatsächlich zustande kommt. Der Begriff stammt aus dem Französischen und taucht vor allem in Exposés und Inseraten auf. Wer privat und ohne Makler verkauft, spart die Courtage vollständig ein.

Was ist Courtage?

Die Courtage ist das Vermittlungshonorar eines Maklers und damit gleichbedeutend mit der Maklerprovision beziehungsweise der allgemeineren Provision. Sie wird üblicherweise als Prozentsatz des Kaufpreises berechnet und nur im Erfolgsfall geschuldet. Beim Verkauf selbstgenutzter Wohnungen und Einfamilienhäuser gilt seit Ende 2020 das Prinzip der Kostenteilung: Wird ein Makler für beide Seiten tätig, dürfen Käufer und Verkäufer nicht unterschiedlich belastet werden.

Warum ist Courtage beim Immobilienverkauf wichtig?

Die Courtage gehört zu den größten Posten der Kaufnebenkosten und beeinflusst damit, wie viel Budget ein Käufer für den eigentlichen Kaufpreis übrig hat. Für Sie als Verkäufer ist sie ein direkter Hebel: Verkaufen Sie ohne Makler, entfällt dieser Kostenblock vollständig. Auch wenn ein Makler beteiligt ist, sollten Sie wissen, wie hoch die Courtage ist und wer sie trägt, um das Geschäft richtig einzuschätzen.

Wann sollten Sie sich darum kümmern?

Die Courtage wird erst mit dem erfolgreichen Abschluss des notariellen Kaufvertrags fällig – vorher besteht kein Anspruch. Wer einen Makler beauftragt, sollte die Höhe und die Aufteilung der Courtage schon vor der Vermarktung schriftlich festhalten. Wer selbst verkauft, kalkuliert die ersparte Courtage von Anfang an als Vorteil ein. In Inseraten finden Sie häufig die Angabe „provisionsfrei", wenn keine Courtage anfällt.

Woher bekommen Sie Courtage?

Die Höhe der Courtage ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern Verhandlungssache und orientiert sich an regional üblichen Sätzen. Sie wird im Maklervertrag vereinbart, der die Leistungen und das Honorar festhält. Für die rechtlichen Rahmenbedingungen – etwa die Kostenteilung bei selbstgenutzten Wohnimmobilien – sollte auf seriöse Verbraucherinformationen verwiesen werden.

Welche Informationen enthält Courtage?

  • Beschreibung des Maklervertrags und der Leistungen
  • Höhe und Berechnungsgrundlage der Courtage
  • Aufteilung zwischen Käufer und Verkäufer
  • Fälligkeit und Erfolgscharakter

Beispielansicht

Courtage · Vereinfachtes RechenbeispielBeispiel

Ausgangslage

Kaufpreis
400.000 €
angenommener Satz
3,57 % inkl. MwSt. je Seite

Vergleich

Courtage mit Makler
≈ 14.280 € je Seite
Courtage beim Direktverkauf
0 €
Ihr Vorteil
voller Betrag als Spielraum

Vereinfachtes Rechenbeispiel – Werte frei erfunden, Prozentsatz nur zur Veranschaulichung.

Welche Angaben oder Unterlagen brauchen Sie dafür?

  • Objektbeschreibung und Adresse
  • Vereinbarte Leistungen des Maklers
  • Höhe und Berechnungsgrundlage der Courtage

Was kostet Courtage?

Die Courtage wird als Prozentsatz des Kaufpreises berechnet; die genaue Höhe ist regional unterschiedlich und Verhandlungssache. Feste Beträge lassen sich daher nicht pauschal nennen – maßgeblich ist die Vereinbarung im Maklervertrag. Beim Verkauf ohne Makler entfällt die Courtage vollständig.

Wie lange dauert die Beschaffung?

Die Courtage ist kein zeitlicher, sondern ein finanzieller Aspekt: Sie entsteht mit dem Vertragsabschluss. Relevant ist daher weniger eine Dauer als der Zeitpunkt der Fälligkeit nach erfolgreicher Vermittlung.

Typische Fehler von Eigentümern

  • Courtage und Kaufpreis in der Kalkulation vermischen
  • Höhe und Aufteilung nicht vorab schriftlich festhalten
  • Annehmen, Courtage falle auch ohne erfolgreichen Verkauf an
  • Die Kostenteilung bei selbstgenutzten Wohnimmobilien übersehen
  • Das Sparpotenzial eines Direktverkaufs nicht bedenken

Dos & Don’ts

Dos

  • Bei Maklereinsatz die Courtage klar vereinbaren
  • Die ersparte Courtage beim Direktverkauf einkalkulieren
  • Auf den Erfolgscharakter der Courtage achten
  • Die gesetzliche Kostenteilung berücksichtigen

Don’ts

  • Eine Courtage vor erfolgreichem Abschluss zahlen
  • Mündliche statt schriftlicher Provisionsabsprachen treffen
  • Käufer und Verkäufer unzulässig unterschiedlich belasten

Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar

Die Courtage beeinflusst nicht den Verkehrswert der Immobilie, wohl aber das verfügbare Budget des Käufers, da sie Teil der Kaufnebenkosten ist. Für die Finanzierung muss der Käufer sie zusätzlich aufbringen. Der Notar ist für die Courtage nicht zuständig; sie ergibt sich aus dem Maklervertrag, nicht aus dem Kaufvertrag.

Unterschied nach Objektart

Die Courtage kann bei allen Objektarten anfallen, sofern ein Makler eingeschaltet ist – ob Eigentumswohnung, Haus oder Grundstück. Beim privaten Direktverkauf entfällt sie unabhängig von der Objektart vollständig.

Praxisbeispiel

Ein Eigentümer entscheidet sich, seine Eigentumswohnung selbst zu verkaufen, statt einen Makler zu beauftragen. Da keine Courtage anfällt, kann er das Objekt etwas günstiger anbieten als vergleichbare Wohnungen mit Provision – und spricht so mehr Interessenten an. Den ersparten Betrag nutzt er als Verhandlungsspielraum beim Preis.

Checkliste für Eigentümer

  • Ist klar, ob überhaupt eine Courtage anfällt?
  • Sind Höhe und Aufteilung schriftlich vereinbart?
  • Wissen Sie, dass die Courtage nur im Erfolgsfall fällig wird?
  • Ist die Kostenteilung bei selbstgenutzten Wohnimmobilien beachtet?
  • Haben Sie das Sparpotenzial eines Direktverkaufs geprüft?

Häufige Fragen zu Courtage

Was bedeutet Courtage?

Courtage ist ein anderes Wort für die Maklerprovision, also das Erfolgshonorar des Maklers für die Vermittlung.

Wann wird die Courtage fällig?

Erst wenn der Kauf durch den notariellen Kaufvertrag erfolgreich zustande kommt.

Wie hoch ist die Courtage?

Sie ist regional unterschiedlich und Verhandlungssache; ein gesetzlicher Festsatz besteht nicht.

Wer zahlt die Courtage?

Bei selbstgenutzten Wohnimmobilien gilt seit 2020 die Kostenteilung – Käufer und Verkäufer dürfen nicht unterschiedlich belastet werden.

Kann ich die Courtage sparen?

Ja, beim privaten Verkauf ohne Makler entfällt die Courtage vollständig.

Was heißt „provisionsfrei"?

Dass für die betreffende Partei keine Courtage anfällt, etwa beim Direktverkauf durch den Eigentümer.

Kann Sloothy helfen?

Ja, Sloothy begleitet Sie beim provisionsfreien Direktverkauf und hilft Ihnen, die ersparte Courtage clever einzusetzen.

Verwandte Begriffe

Fazit

Courtage ist nichts anderes als die Maklerprovision – ein Erfolgshonorar, das nur bei zustande gekommenem Verkauf anfällt. Sie zählt zu den größten Kaufnebenkosten und beeinflusst das Budget der Käufer spürbar. Wer privat und ohne Makler verkauft, spart diesen Posten vollständig und gewinnt Spielraum bei Preis und Verhandlung. Entscheidend ist, Höhe und Aufteilung im Maklerfall klar zu regeln – oder die Courtage durch einen Direktverkauf gleich ganz zu vermeiden.
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