Immobilienlexikon

Maklerprovision beim Immobilienverkauf: Höhe, Regeln und Sparpotenzial

Die Maklerprovision (auch Courtage) ist das Erfolgshonorar eines Maklers und wird nur fällig, wenn der Verkauf zustande kommt. Beim Verkauf selbstgenutzter Wohnungen und Einfamilienhäuser wird sie seit Ende 2020 zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Wer privat ohne Makler verkauft, spart den eigenen Anteil vollständig – häufig mehrere Tausend Euro.

Was ist Maklerprovision?

Die Maklerprovision ist die Vergütung, die ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung erhält. Sie wird als Prozentsatz des Kaufpreises berechnet und ist regional unterschiedlich; üblich sind insgesamt rund 7,14 % inklusive Mehrwertsteuer. Sie betrifft jeden, der über einen Makler verkauft – beim Privatverkauf entfällt sie ganz oder teilweise.

Warum ist Maklerprovision beim Immobilienverkauf wichtig?

Die Provision ist einer der größten Kostenblöcke beim Immobilienverkauf und beeinflusst, wie viel vom Erlös bei Ihnen ankommt und wie hoch die Kaufnebenkosten für den Käufer ausfallen. Seit dem Bestellerprinzip für Wohnungen und Einfamilienhäuser darf der Verkäufer nicht weniger tragen als der Käufer, wenn ein Makler für beide tätig ist. Wer die Regeln kennt, kann bewusst entscheiden, ob und wie viel Provision er zahlt.

Wann sollten Sie sich darum kümmern?

Die Frage nach der Provision stellt sich ganz am Anfang – bei der Entscheidung, ob Sie mit Makler, teilweise unterstützt oder komplett privat verkaufen. Vereinbart wird sie im Maklervertrag vor der Vermarktung; fällig wird sie erst mit dem notariellen Kaufvertrag. Klären Sie früh, welcher Weg für Sie wirtschaftlich sinnvoll ist.

Woher bekommen Sie Maklerprovision?

Die Höhe der ortsüblichen Provision erfahren Sie über Makler vor Ort oder regionale Übersichten; die rechtlichen Regeln ergeben sich aus dem BGB (Bestellerprinzip seit Dezember 2020). Wer privat verkauft, benötigt keinen Maklervertrag – hier unterstützt Sloothy bei Bewertung, Exposé und Vermarktung.

Beispielansicht

Rechenbeispiel · MaklerprovisionBeispiel

Annahmen

Kaufpreis
500.000 €
Gesamtprovision
7,14 % inkl. MwSt.

Aufteilung (Bestellerprinzip)

Käuferanteil 3,57 %
17.850 €
Verkäuferanteil 3,57 %
17.850 €

Mit Sloothy – ohne Makler

Verkäuferprovision
0 €
Ihre Ersparnis
bis 17.850 €

Vereinfachtes Rechenbeispiel; die tatsächliche Provision ist regional unterschiedlich und verhandelbar.

Was kostet Maklerprovision?

Üblich sind insgesamt rund 7,14 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer, hälftig geteilt auf Käufer und Verkäufer (je 3,57 %). Bei einem Kaufpreis von 500.000 € entspricht der Verkäuferanteil also rund 17.850 €. Die genaue Höhe ist Verhandlungssache und regional unterschiedlich.

Wie lange dauert die Beschaffung?

Die Provision wird mit dem Abschluss des notariellen Kaufvertrags fällig, nicht vorher. Entscheidend ist die frühe Grundsatzentscheidung, ob Sie mit oder ohne Makler verkaufen.

Typische Fehler von Eigentümern

  • Den Maklervertrag ungelesen unterschreiben
  • Die Provisionshöhe für selbstverständlich halten, statt zu verhandeln
  • Das Bestellerprinzip bei Wohnung/Einfamilienhaus nicht kennen
  • Die Provision nicht in die Verkaufskalkulation einrechnen
  • Annehmen, ohne Makler sei ein erfolgreicher Verkauf unmöglich

Dos & Don’ts

Dos

  • Früh entscheiden: mit, teilweise oder ohne Makler
  • Provisionshöhe und Vertragslaufzeit prüfen und verhandeln
  • Die Kostenteilung nach Bestellerprinzip beachten
  • Den Privatverkauf als Sparoption ernsthaft prüfen
  • Den Nettoerlös nach allen Kosten berechnen

Don’ts

  • Alleinaufträge ohne Prüfung unterschreiben
  • Provision als nicht verhandelbar ansehen
  • Versteckte Klauseln übersehen
  • Den Verkaufserlös ohne Provisionsabzug kalkulieren

Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar

Für die Bewertung spielt die Provision keine direkte Rolle, beeinflusst aber Ihren Nettoerlös. Für den Käufer erhöht sie die Gesamtkosten und damit den nötigen Finanzierungsbetrag. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag unabhängig von der Provision; die Provisionsvereinbarung selbst läuft über den Maklervertrag.

Unterschied nach Objektart

Das Bestellerprinzip mit hälftiger Teilung gilt für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, die an Verbraucher verkauft werden. Bei Mehrfamilienhäusern, Grundstücken und Gewerbeobjekten sind die Provisionsregelungen freier verhandelbar.

Praxisbeispiel

Ein Eigentümer kalkuliert seinen Verkaufserlös, ohne die Maklerprovision abzuziehen. Am Ende fehlen ihm rund 17.000 €, mit denen er fest gerechnet hatte. Wer die Provision von Anfang an einplant – oder privat verkauft und sie spart – vermeidet diese Überraschung.

Checkliste für Eigentümer

  • Wollen Sie mit, teilweise oder ohne Makler verkaufen?
  • Ist die ortsübliche Provisionshöhe bekannt?
  • Haben Sie Provision und Vertragslaufzeit verhandelt?
  • Ist die Kostenteilung nach Bestellerprinzip klar?
  • Haben Sie Ihren Nettoerlös nach Provision berechnet?

Häufige Fragen zu Maklerprovision

Wie hoch ist die Maklerprovision?

Üblich sind insgesamt rund 7,14 % inkl. MwSt., meist hälftig auf Käufer und Verkäufer geteilt. Die Höhe ist regional verschieden und verhandelbar.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Bei Wohnung und Einfamilienhaus tragen Käufer und Verkäufer seit 2020 in der Regel je die Hälfte.

Wann wird sie fällig?

Erst mit dem erfolgreichen Abschluss des notariellen Kaufvertrags.

Kann ich die Provision sparen?

Ja, beim Privatverkauf ohne Makler entfällt Ihr Anteil vollständig.

Ist die Provision verhandelbar?

Ja, Höhe und Vertragsbedingungen sind Verhandlungssache.

Was ist der Unterschied zur Courtage?

Courtage ist nur ein anderes Wort für die Maklerprovision.

Kann Sloothy mir beim Verkauf ohne Makler helfen?

Ja, genau dafür ist Sloothy da – von der Bewertung über das Exposé bis zur Vermarktung.

Verwandte Begriffe

Fazit

Die Maklerprovision ist einer der größten Kostenpunkte beim Immobilienverkauf – und einer, den Sie aktiv beeinflussen können. Seit dem Bestellerprinzip wird sie bei Wohnung und Einfamilienhaus geteilt; wer privat verkauft, spart den eigenen Anteil ganz. Wichtig ist, früh zu entscheiden und den Nettoerlös realistisch zu kalkulieren. So behalten Sie die Kontrolle über Ihre Kosten.
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