Immobilienlexikon
Mietrendite beim Immobilienverkauf: Bedeutung, Berechnung und Tipps
Was ist Mietrendite?
Warum ist Mietrendite beim Immobilienverkauf wichtig?
Wann sollten Sie sich darum kümmern?
Woher bekommen Sie Mietrendite?
Welche Informationen enthält Mietrendite?
- Bruttomietrendite: Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100
- Nettomietrendite: berücksichtigt zusätzlich Kaufnebenkosten
- und abzüglich nicht umlagefähiger Bewirtschaftungskosten
- Jahresnettokaltmiete als Ausgangsgröße
- Kaufpreis bzw. Gesamtinvestition als Bezugsgröße
Beispielansicht
Ausgangswerte
- Kaufpreis
- 300.000 €
- Jahresnettokaltmiete
- 12.000 €
Bruttomietrendite
- 12.000 € ÷ 300.000 €
- 4,0 %
Nettomietrendite
- + Kaufnebenkosten
- 30.000 €
- − nicht umlagefähige Kosten
- 1.800 €
- (12.000 − 1.800) ÷ 330.000
- ≈ 3,1 %
Vereinfachtes Rechenbeispiel – keine amtlichen Werte, alle Angaben frei erfunden.
Was kostet Mietrendite?
Wie lange dauert die Beschaffung?
Typische Fehler von Eigentümern
- Mit der Bruttomiete statt der Nettokaltmiete rechnen
- Kaufnebenkosten bei der Nettorendite unterschlagen
- Nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten weglassen
- Brutto- und Nettomietrendite verwechseln
- Leerstand oder Mieten unter Marktniveau beschönigen
- Die Mietrendite mit der Eigenkapitalrendite gleichsetzen
- Eine hohe Rendite versprechen, ohne sie belegen zu können
Dos & Don’ts
✓Dos
- ✓Immer mit der Nettokaltmiete rechnen
- ✓Bei der Nettorendite Kaufnebenkosten und laufende Kosten einbeziehen
- ✓Mieteinnahmen mit Verträgen belegen
- ✓Die Herleitung für Investoren transparent darstellen
- ✓Die Miete am Mietspiegel auf Marktniveau prüfen
✕Don’ts
- ✕Kosten kleinrechnen, um die Rendite größer wirken zu lassen
- ✕Brutto- als Nettorendite ausgeben
- ✕Leerstand verschweigen
- ✕Eine Renditezahl ohne nachvollziehbare Berechnung behaupten
Bedeutung für Bewertung, Finanzierung und Notar
Unterschied nach Objektart
Praxisbeispiel
Eine Eigentümerin verkauft eine vermietete Wohnung für 300.000 Euro bei einer Jahresnettokaltmiete von 12.000 Euro. Statt nur die Bruttomietrendite von 4,0 Prozent zu nennen, rechnet sie ehrlich: Mit rund 30.000 Euro Kaufnebenkosten und etwa 1.800 Euro nicht umlagefähigen Kosten ergibt sich eine Nettomietrendite von rund 3,1 Prozent. Weil sie die Herleitung offenlegt und mit Mietvertrag und Abrechnungen belegt, akzeptiert der Investor die Zahlen ohne Misstrauen. Die Transparenz bei der Rendite hat die Verhandlung versachlicht und den Verkauf beschleunigt.
Checkliste für Eigentümer
- Wie hoch ist die jährliche Nettokaltmiete?
- Welcher Kaufpreis bzw. welche Gesamtinvestition wird angesetzt?
- Sind die Kaufnebenkosten für die Nettorendite berücksichtigt?
- Welche nicht umlagefähigen Kosten gehören abgezogen?
- Entspricht die Miete dem ortsüblichen Niveau (Mietspiegel)?
- Gibt es Leerstand oder Mietausfallrisiken?
- Ist die Berechnung für Investoren nachvollziehbar dokumentiert?
Häufige Fragen zu Mietrendite
Was ist die Mietrendite?
Eine Kennzahl, die den jährlichen Mietertrag ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt und zeigt, wie sich eine vermietete Immobilie als Kapitalanlage verzinst.
Wie berechnet man die Bruttomietrendite?
Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, multipliziert mit 100. Beispiel: 12.000 € Miete bei 300.000 € Kaufpreis ergeben 4,0 Prozent.
Was ist der Unterschied zur Nettomietrendite?
Die Nettomietrendite rechnet zusätzlich die Kaufnebenkosten zum Kaufpreis und zieht die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten von der Miete ab – sie ist daher aussagekräftiger.
Welche Mietrendite ist gut?
Das hängt von Lage, Objektart und Zinsniveau ab. In gefragten Lagen sind die Renditen niedriger, in einfacheren Lagen höher – eine hohe Rendite geht oft mit höherem Risiko einher.
Rechne ich mit Kalt- oder Warmmiete?
Mit der Nettokaltmiete. Betriebs- und Heizkosten sind durchlaufende Posten und gehören nicht in die Renditeberechnung.
Ist die Mietrendite dasselbe wie die Eigenkapitalrendite?
Nein. Die Mietrendite bezieht sich auf den gesamten Kaufpreis bzw. die Gesamtinvestition. Die Eigenkapitalrendite berücksichtigt zusätzlich die Finanzierung und kann deutlich abweichen.
Kann Sloothy mir helfen, meine Mietrendite aufzubereiten?
Ja. Sloothy zeigt Ihnen, welche Angaben Investoren erwarten, und führt Sie strukturiert durch die Vorbereitung Ihrer Verkaufsunterlagen, damit Miete, Kaufpreis und Kosten nachvollziehbar zusammenfinden.
Verwandte Begriffe
Fazit
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